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Denkmalprojekt „Mahnmahl für jüdische Opfer des KZ Ebensee“

Auffallend am Opferfriedhof in der Gedenkstätte Ebensee ist die Dominanz von christlichen Symbolen. Abgesehen von 2 Denkmälern – eines für die Ungarischen Jüdischen Opfer (1992) und ein weiteres aus dem Jahr 1946, von der damaligen jüdischen Gemeinde („Displaced Persons“) in Bad Ischl errichtet – ist das Andenken an die jüdischen Opfer unterrepräsentiert.

Diese Tatsache ist durch mehrere Faktoren begründet:

  • Die Planung des Opferfriedhofs erfolgte zu Beginn der 1950-er Jahre durch österreichische Behörden – ein Gedenken für die jüdischen Opfer hatte keine Priorität; diese Grundhaltung wurde bis in die 1990-er Jahre fortgesetzt.
  • Polnische, französische und italienische Überlebendenverbände prägten in den Folgejahren die Gedenkfeiern und errichteten Mahnmäler, die keinen Bezug auf jüdische Opfer erkennen ließen.
  • Alle Mahnmäler beziehen sich pauschal auf die Opfer von Nationen/Staaten, ohne auf jüdische Opfer im besonderen hinzuweisen. Gemeinsam mit den Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich wird deshalb die Errichtung eines zentralen jüdischen Denkmals am Opferfriedhof in Ebensee angestrebt. Die Gestaltung des Mahnmals wird in Kooperation mit der IKG Wien erfolgen; insbesondere hinsichtlich einer Inschrift am bzw. beim Denkmal.


Die Einreichfrist der PRojektausschreibung endete am 10. Oktober 2008
Die Entscheidung der Jury fällt in Kürze.
Fertigstellungstermin: Sommer 2009