Logo Zeitgeschichte Museum und KZ-Gedenkstätte Ebensee

Das Gedenkreferat hält in diesem Jahr die österreichische Schriftstellerin und langjährige Auslandskorrespondentin des ORF Dr.in Susanne Scholl.

Foto: Johannes Zinner

 

Ein großer oberösterreichischer Literat und Chronist ist tot.

Walter Pilar war im Zuge seiner akribischen Recherchen oft im Archiv des Zeitgeschichte Museums zu Gast. Wir erinnern uns gerne an seine legendären Literaturlesungen und impulsive Art zu diskutieren.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Das Team des ZME

 

Totenmesse für Walter Pilar: Samstag, 20. Jänner um 18:30 Pfarrkirche Ebensee

Anstelle von Kranz-und Blumenspenden wurde das Zeitgeschichte Museum Ebensee unterstützt.
Wir danken allen Spendern und Spenderinnen.

 

 

 

Günther Androsch stellte am 6.12.2017 seinen dokumentarischen Roman, mit Bezug zum Salzkammergut im ZME vor.

 

 

 

Die vollständige Ausbeutung der Arbeitskraft der Gefangenen stand im KZ Ebensee im Vordergrund. Dies spiegelt sich im Krankenrevier des KZ Ebensee wider. Dr. Wolfgang Quatember und Mag. Nina Höllinger thematisierten in ihrem Vortrag am 29.11.2017 im ZME den Aufbau des Reviers, die Aufnahme, medizinische Versorgung, Krankheiten und Personal des Krankenreviers.

 
Foto: USHMM

 

Im KZ Dachau wurden hunderte von Gefangenen Opfer medizinischer Experimente z.B.: bei Versuchen mit Meerwasser, Unterdruck, Unterkühlung oder Malaria. Referentin Dr. Andrea Riedle, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der KZ Gedenkstätte Dachau, widmete sich am 15. November bei einem Vortrag im ZME diesen Medizinverbrechen.

 

 
Fotos: KZ Gedenkstätte Dachau und ZME                          

 

Mit der flächendeckenden Errichtung staatlicher NS-Gesundheitsämter wurden die Weichen für die rassenhygienische Erfassung und Selektierung der Bevölkerung gestellt. Referent Dr. Josef Goldberger vom OÖ. Landesarchiv thematisierte am 18. Oktober im Zeitgeschiche Museum die umfangreichen Maßnahmen und die Verwaltungsstruktur in Oberdonau.

Dr. Josef Goldberger im ZME

Das Zeitgeschichte Museum widmet sich im Herbst 2017 mit vier Vorträgen und einer Wanderausstellung dem Thema "Medizin im Nationalsozialismus".

AUSSTELLUNG: Der Krieg gegen die „Minderwertigen“ - Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien

Die Ausstellung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes bietet einen Überblick über die NS-Medizin zwischen 1938 und 1945. Anhand einzelner Kapitel wie „Kindereuthanasie“ oder medizinische Versuche durch NS-Mediziner lassen sich komplizierte Sachverhalte sowie Hintergründe und Folgen der NS-Medizinverbrechen vermitteln. Als zusätzliches Angebot ist die Ausstellung auch für Schulklassen geeignet.
26. September - 22. Dezember 2017

   

VORTRAG [1]  Gesundheit, „Volk” und „Rasse”. Die Rolle der Medizin im Nationalsozialismus
Dr. Herwig Czech bot im ersten Vortrag am 28. September 2017 einen umfassenden Überblick über Medizin und Biopolitik im Nationalsozialismus. Der Vortragende widmet sich in seiner Forschungstätigkeit seit langem diesem Thema und ist an der Medizinischen Universität Wien (OE Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin) tätig.

Dr. Herwig Czech

Weitere Veranstaltungen im Herbstprogramm 2017

Bundeskanzler Christian Kern besuchte am 24. August 2017 gemeinsam mit Landesrätin Birgit Gerstorfer die KZ-Gedenkstätte und legte einen Kranz zum Gedenken an die Opfer nieder.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Bundeskanzler vom Namensdenkmal für die Opfer. Er betonte, wie wichtig das Gedenken an die Opfer sei, weshalb ihm der Besuch der Gedenkstätte ein persönliches Anliegen war.

 

Die 72. Internationale Befreiungsfeier fand am 6.5.2017 unter großer Beteiligung von internationalen Delegationen statt. Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse hielt ein beeindruckendes Gedenkreferat, in welchem er ein „geeintes nachnationales Europa als Schutz vor nationalistischen Wiedergängern“ einforderte.  Die Überlebenden Izchak Rosenbaum, Andrew Sternberg oder Leszek Polkowski besuchten ebenfalls die Feierlichkeiten, die von Jugendlichen aus Polen und Österreich mitgestaltet wurden. Den Abschluss der Gedenkfeier bildete die feierliche Enthüllung eines Gedenksteins für Wladyslaw Zuk durch sein Witwe.

Alle Reden sowie der Film zur Befreiungsfeier können ab sofort online abgerufen werden.

  

Reden 2017

Sprechstück Gymnasium Diozoese Eisenstadt

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Film zur Befreiungsfeier 2017 (Länge: ca. 30 Minuten)

Am Sonntag, dem 6. Mai 1945 wurde das KZ Ebensee von der 3rd Cavalry der US Army befreit. Rund 15.000 Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern erlangten ihre Freiheit und menschliche Würde wieder. Für etwa 8.500 Männer kamen die US- Truppen zu spät. Sie hatten die rücksichtslose Ausbeutung ihrer Arbeitskraft für den Rüstungswahn des „Dritten Reiches“ nicht überlebt.
Noch im April 1945 starben 4.500 Inhaftierte an den katastrophalen Bedingungen und aufgrund von Gewaltverbrechen im Lager Ebensee.
Die internationale Gedenkfeier findet 2017 exakt am Tag der Befreiung statt. Für die wenigen noch lebenden ehemaligen Häftlinge sowie Angehörige von Opfern bedeutet dieser Tag mehr als für die Mehrzahl der nachgeborenen Generationen. Selbstverständlich trägt die heutige Gesellschaft keine Schuld an den Verbrechen, jedoch Verantwortung dafür, wie sie die politische Zukunft gestalten wird. In den vergangenen 70 Jahren waren demokratische Grund- und Menschenrechte kaum jemals so gefährdet und zur Diskussion gestellt wie in der Gegenwart. Das Friedensprojekt der Europäischen Union wird von Rechtspopulisten desavouiert und nationalen Eigeninteressen untergeordnet. Eine Gedenkfeier, die an die Anfänge und die Folgen des beispiellosen Zivilisationsbruchs mit Millionen Opfern mitten im 20. Jahrhundert erinnert, ist aktueller denn je.

Das Hauptreferat am 6. Mai 2017 hält der bekannte österreichische Schriftsteller Robert Menasse. Max R. Garcia (USA) und Izchak Rosenbaum (Israel), beide Überlebende des KZ Ebensee, werden als Augenzeugen sprechen.


72. Int. Gedenkfeier, 6. Mai 2017 um 10:30 KZ- Opferfriedhof

Programm:

BEGRÜSSUNG:

  • Ing. Markus Siller (Bürgermeister Ebensee)

GEDENKREFERAT:

  • Robert Menasse (öst. Schriftsteller)

ZEITZEUGENBERICHTE:

  • Max R. Garcia (Überlebender)
  • Izchak Rosenbaum (Überlebender)
  • Daniel Simon (Amicale de Mauthausen)
  • Roberto Lepetit (Aned Mailand)

Feierliche Enthüllung eines Gedenksteins für Wladyslaw "Ladi" Zuk

MUSIKALISCHE UMRAHMUNG: Ensemble „Sonderschicht“
SPRECHSTÜCK: SchülerInnen des Gymnasiums der Diözese Eisenstadt

Rahmenprogramm:

Freitag, 5. Mai 2017 18:30 Uhr "Löwengang", Alte Traun Straße
"STATIONEN DES BEDENKENS"

Samstag, 6. Mai 2017 20:30
Konzert im KINO EBENSEE
"GLUECK & ORKESTAR (Ö)