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Die illustre Vergangenheit des Traunsees

Traum-Ort Traunsee: Imposante Berge und kristallklares Wasser bilden eine atemberaubende Kulisse für die alljährliche Sommerfrische. Im 19. Jahrhundert tummeln sich rund um den See Aristokraten und Bürgerliche, Künstler und Industrielle, Schauspielerinnen und Operettenkomponisten, Herzöge und sogar der König von Hannover. Berühmte Ringstraßenarchitekten planen in Gmunden, Altmünster, Traunkirchen und Ebensee imposante Villen als standesgemäße Sommerquartiere: für die Wittgensteins oder die Berliner Bankiersfamilie Mendelssohn, für Familie Miller-Aichholz, deren häufiger Gast Johannes Brahms ist. Auch Erich Wolfgang Korngold erwirbt ein Anwesen in Höselberg. Und Arnold Schönberg findet in politisch dunklen Zeiten am Traunsee Zuflucht …
Marie-Theres Arnbom hat die Spuren dieser Persönlichkeiten sowie vieler, deren Namen vergessen sind, mit ihrem besonderen Gespür für menschliche Schicksale nachgezeichnet und lässt den Glanz vergangener Sommertage am Traunsee eindrucksvoll wiederauferstehen. (Pressetext)

Mittwoch, 26. Juni 2019, 19 Uhr im Zeitgeschichte Museum Ebensee


 

 

Am Mittwoch, den 12.06.2019 um 18.30 präsentiert das Frauenforum Salzkammergut die Ausstellung Frauenarbeit im Blick – Die Geschichte der Frauen in der Weberei Ebensee" im Zeitgeschichte Museum.

Mag.a Dr.in Verena Lorber spricht zu dem Thema „Verwebte Geschichten und gibt Einblick in die Frauenarbeit in der Textilindustrie“. Magdalena Schlager präsentiert Auszüge aus ihrer Masterarbeit zum Thema „Die Textilarbeiterinnen von Ebensee, ein Forschungsbeitrag über Arbeit, Freizeit und Kindererziehung“. Und das Frauenforum Salzkammergut berichtet über unser neues zukunftsweisendes Projekt: Die Marktschwärmerei – die Zukunft der Arbeit im Salzkammergut“ vorgestellt von Christina Jaritsch.

Hunderte von Frauen waren über mehrere Generationen in der zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründeten Spinnerei und Weberei tätig. Diesem Kapitel der Geschichte von Ebensee ist die Ausstellung „Frauenarbeit im Blick“ gewidmet. Dabei werden die Geschichte der Fabrik, der Arbeitsalltag der Frauen und ihre Freizeit beleuchtet. Ziel ist, ein Stück Zeitgeschichte und insbesondere die Lebenswelten von Frauen zu dokumentieren, aufzubewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 12. Juni 2019, 18.30 im ZME
Ausstellungsdauer: 12.6. - 15.9.2019, DI - So von 10.00 - 17.00 Uhr

Das Projekt wurde als  Leader-Region der Regionalentwicklung Salzkammergut und der Gemeinde Ebensee gefördert. 

 

 

Am 5. Juni 2019 (19 Uhr) liest Robert Kleindienst im Zeitgeschichte Museum Ebensee aus seinem Roman „Zeit der Häutung".

Anfangs angesiedelt im Altaussee der unmittelbaren Nachkriegszeit, bringt der Roman die Kinderkonzentrationslager der Ustascha, die Verstrickung der kroatischen Kirche mit dem faschistischen Regime und die Geschichte der „Rattenlinie“ zur Sprache, aber auch regionalgeschichtliche Themenbereiche werden angesprochen.

   Foto: Michael Namberger

Zeit der Häutung

Auf abenteuerlichen Wegen flieht die Kroatin Ana Sadak 1945 vor der heranrückenden jugoslawischen Armee nach Altaussee. Im Umfeld eines abgeschiedenen Jagdhauses wartet sie ab, bis sich die Wirren der Nachkriegszeit legen, versucht, ihre Vergangenheit abzustreifen. Schicht für Schicht wird in Rückblenden aufgedeckt, was diesen Vorgang so überlebensnotwendig macht, kommt die Rolle der faschistischen Ustascha zur Sprache, die eigens für Kinder Konzentrationslager errichten ließ. In einem dieser Lager verrichtete Sadak bis Kriegsende ihre Arbeit als Schwesternhelferin, kümmerte sich selbstlos um das Überleben der kleinen Gefangenen. Wegen einer List des Lagerkommandanten gerät sie fälschlicherweise ins Visier des jugoslawischen Geheimdienstes, der die Spur zu ihr aufnimmt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sie von Salzburg über den Krimmler Tauern bis nach Genua führt, in Erwartung der rettenden Überfahrt nach Südamerika. (Quelle: edition laurin)

Robert Kleindienst wurde 1975 in Salzburg geboren und studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Pädagogik an der Universität Salzburg. Kleindienst lebt und arbeitet seit 2016 als freier Schriftsteller, ist Gründungsmitglied des Literaturportals dieflut, Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung sowie der IG Autorinnen Autoren und Salzburger Autorengruppe. 2007 war Kleindienst erster Stadtschreiber von Kitzbühel. Im selben Jahr erhielt er für seinen Text „Aschenmeerschwein: Antikodex“, der sich mit Experimenten von NS-Ärzten an KZ-Häftlingen auseinandersetzt, den Rauriser Förderungspreis für Literatur. Kleindienst war aktiv an mehreren Projektmitarbeiten wie „Österreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller des Exils seit 1933“ oder „Dictionnaire critique de la littérature européenne des camps de concentration et d’extermination nazis“) beteiligt.

Mehr Informationen zum Buch
Mittwoch, 5. Juni 2019, 19:00 Uhr, Zeitgeschichte Museum Ebensee
 
 

Die 74. Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Ebensee fand heuer am 4.5.2019 unter großer Beteiligung von internationalen Delegationen statt. Neben dem Überlebenden Andrew Sternberg hielten Guy Dockendorf (Comité International de Mauthausen), Alessio Ducci (Aned Toscana) und Daniel Simon (Amicale de Mauthausen) Ansprachen. Das Gedenkreferat hielt in diesem Jahr die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz.

Alle Reden als pdf:  Reden 2019

    

    

 

 

Samstag, 4. Mai 2019, 10.30 Uhr - KZ Gedenkstätte Ebensee

BEGRÜSSUNG: BGM Ing. Markus Siller

ANSPRACHEN von:

Max Safir (Überlebender, Stockholm)

Andrew Sternberg (Überlebender, Cleveland)

Guy Dockendorf (Comité International de Mauthausen)

Alessio Ducci (Aned Toscana)

Daniel Simon (Amicale de Mauthausen)                    

GEDENKREFERAT: Marlene Streeruwitz

MUSIKALISCHE UMRAHMUNG: Ensemble "Sonderschicht"

Rahmenprogramm zur Gedenkfeier

MI. 24.4. - 19.00 UHR:   LESUNG von Bruno Schernhammer "Und alle winkten. Im Schatten der Autobahn"

FR. 3.5.   - 18.30 UHR:   "Stationen des Bedenkens" - Alte Traunstraße - Koop.: Pfarre Ebensee

FR. 3.5.   - 20.30 UHR:   Sophie Auster (USA) und Laokoongruppe (A)  - KINO EBENSEE

MI. 5.6.  - 19.00 UHR:    LESUNG von Robert Kleindienst "Zeit der Häutung"

 

Am 24. April 2019 las Bruno Schernhammer im Zeitgeschichte Museum aus seinem akribisch recherchierten Roman.

Im Mittelpunkt seiner Erzählung steht die Geschichte der Autobahnbrücke Vorchdorf, an deren Errichtung während der NS-Zeit Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene mitwirken mussten.

Das Werk beruht auf dem Studium der Fakten und eigener Erfahrung. Die Fakten entfalten hier all ihre Energie, die Legenden um den Bau der Reichsautobahnen in der NS-Zeit und um deren Weiterführung in der Zeit danach ins richtige Licht zu rücken. Geschildert wird die Begeisterung einer im österreichischen Ständestaat orientierungslosen Jugend für das kühne Aufbauwerk, das schwere, elende Leben und Sterben der polnischen und russischen Zwangsarbeiter, die archaisierende Ästhetik der Bauwerke und schließlich, im Brennspiegel eines Dorfes, die Nachkriegssituation, in der die nun heranwachsenden jungen Menschen auf eine Insel der Ahnungslosigkeit versetzt scheinen und sich erst mühsam aus der Verstrickung in eine Normalität, die keine ist, herausarbeiten müssen. (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft)

 

Foto: Heribert Corn

 

 

Vergangene Woche war die israelische Botschafterin Frau Talya Lador-Fresher zu Besuch im Salzkammergut. Im Zuge dessen besichtigte sie am 22. März 2019 auf eigenen Wunsch auch das Zeitgeschichte Museum und meinte dazu, "dass es nicht einfach sei das Museum zu besuchen, da es das dunkelste Kapitel unserer Geschichte dokumentiert und erforscht." Die Botschafterin zeigte sich sehr beeindruckt und dankte dem Museumsteam für seine Arbeit und Bemühungen.

Frau Botschafterin Talya Lador-Fresher mit Museumsleiter Dr. Wolfgang Quatember

Foto: ZME

 

 

Am 12. April 2019 liest Alexandra Weiss im Zeitgeschichte Museum Ebensee aus "Johann Dohnal und die Frauenpolitik der Zweiten Republik".

Johanna Dohnal (1939–2010) war eine Ausnahmepolitikerin und Pionierin der Frauenpolitik in Österreich. Mit ihren in diesem Buch versammelten Beiträgen dokumentiert sie ihr Verständnis von Politik, insbesondere von Frauenpolitik, und lässt ihr Engagement als erste österreichische Frauenministerin Revue passieren. Johanna Dohnals Aufstieg zur SPÖ-Spitzenpolitikerin in den 1970er-Jahren fiel mit dem Aufbruch der Zweiten Frauenbewegung zusammen, ihr Politikverständnis ging über ein traditionell parteipolitisch geprägtes hinaus. Austausch und Kooperation sowohl mit den Aktivistinnen der Frauenbewegung als auch der entstehenden feministischen Wissenschaft brachten neue Ansätze politischen Denkens und Handelns hervor, die Johanna Dohnal mitinitiierte.

Die Herausgeberinnen:

Alexandra Weiss, geboren 1971 in Kitzbühel, ist Politikwissenschaftlerin, Lektorin und Koordinatorin im Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

Erika Thurner, geboren 1952 in Bregenz, ist Politikwissenschaftlerin und Historikerin, bis Dezember 2016 war sie Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck.

12. April 2019,  19:00 Uhr, Zeitgeschichte Museum Ebensee

 

 

Eine vielfältige Veranstaltungsreihe - darunter szenische Lesung, Matinee, Ortsrundgang, Vortrag und Podiumsgespräch - widmete sich in den vergangenen Tagen den Februarereignissen 1934. Dabei wurde auch der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die damaligen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen für die Gegenwart besitzen.

  Foto: C. Steglegger

(nachfolgende Fotos: ZME/Höllinger)
Podiumsdiskussion mit Natascha Strobl und Willi Mernyi, Moderation: Wiltrud Hackl

  

Vortrag: "Wir weichen nicht mehr zurück!", Wolfgang Quatember

 

Szenische Lesung mit Musik (Hannah Höllinger, Thomas Pilgerstorfer, Michaela Schausberger)  

      

 

Ortsrundgang mit Kathrin Quatember

Veranstaltungsreihe in Ebensee 2019

SA 9. Februar
Ortsrundgang „Auf den Spuren des Februar 1934 in Ebensee“
14 UHR • Vorplatz Zeitgeschichte Museum, Kirchengasse 5 • Kathrin Quatember

DI 12. Februar
• Der Februar 1934 in Text und Bild. Szenische Lesung mit Musik
Treffpunkt 17:45, Beginn 18:00 Uhr, Traunbrücke (linke Traunseite auf Höhe Soleweg 7)
Traunbrücke, Wirtsmüllergasse, Schulgasse • Lesung: Hannah Höllinger, Thomas Pilgerstorfer, Musik: LMS Ebensee

• Vortrag „Wir weichen nicht mehr zurück!“ - Februar 1934 in Ebensee
19:30 UHR • Arbeiterheim, Schulgasse 4 • Wolfgang Quatember

• Podiumsgespräch Februar 1934. Geschichte und Auftrag
ca. 20:00 Uhr, Arbeiterheim, Schulgasse 4 • Natascha Strobl, Willi Mernyi, Moderation: Kathrin Quatember

DO 14. Februar
Film „Waldheims Walzer“ • 20 UHR • Kino Ebensee, Schulgasse 6

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