Logo Zeitgeschichte Museum und KZ-Gedenkstätte Ebensee

Samstag, 4. Mai 2019, 10.30 Uhr - KZ Gedenkstätte Ebensee

BEGRÜSSUNG: BGM Ing. Markus Siller

ANSPRACHEN von:

Max Safir (Überlebender, Stockholm)

Andrew Sternberg (Überlebender, Cleveland)

Guy Dockendorf (Comité International de Mauthausen)

Alessio Ducci (Aned Toscana)

Dandiel Simon (Amicale de Mauthausen)                    

GEDENKREFERAT: Marlene Streeruwitz

MUSIKALISCHE UMRAHMUNG: Ensemble "Sonderschicht"

Rahmenprogramm zur Gedenkfeier

MI. 24.4. - 19.00 UHR:   LESUNG von Bruno Schernhammer "Und alle winkten. Im Schatten der Autobahn"

FR. 3.5.   - 18.30 UHR:   "Stationen des Bedenkens" - Alte Traunstraße - Koop.: Pfarre Ebensee

FR. 3.5.   - 20.30 UHR:   Sophie Auster (USA) und Laokoongruppe (A)  - KINO EBENSEE

MI. 5.6.  - 19.00 UHR:    LESUNG von Robert Kleindienst "Zeit der Häutung"

 

Im Mittelpunkt seiner Erzählung steht die Geschichte der Autobahnbrücke Vorchdorf, an deren Errichtung während der NS-Zeit Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene mitwirken mussten.

Das Werk beruht auf dem Studium der Fakten und eigener Erfahrung. Die Fakten entfalten hier all ihre Energie, die Legenden um den Bau der Reichsautobahnen in der NS-Zeit und um deren Weiterführung in der Zeit danach ins richtige Licht zu rücken. Geschildert wird die Begeisterung einer im österreichischen Ständestaat orientierungslosen Jugend für das kühne Aufbauwerk, das schwere, elende Leben und Sterben der polnischen und russischen Zwangsarbeiter, die archaisierende Ästhetik der Bauwerke und schließlich, im Brennspiegel eines Dorfes, die Nachkriegssituation, in der die nun heranwachsenden jungen Menschen auf eine Insel der Ahnungslosigkeit versetzt scheinen und sich erst mühsam aus der Verstrickung in eine Normalität, die keine ist, herausarbeiten müssen. (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft)

Mittwoch 24. April 2019, Beginn 19:00 Uhr, Zeitgeschichte Museum Ebensee

 

Foto: Heribert Corn

 

 

Vergangene Woche war die israelische Botschafterin Frau Talya Lador-Fresher zu Besuch im Salzkammergut. Im Zuge dessen besichtigte sie am 22. März 2019 auf eigenen Wunsch auch das Zeitgeschichte Museum und meinte dazu, "dass es nicht einfach sei das Museum zu besuchen, da es das dunkelste Kapitel unserer Geschichte dokumentiert und erforscht." Die Botschafterin zeigte sich sehr beeindruckt und dankte dem Museumsteam für seine Arbeit und Bemühungen.

Frau Botschafterin Talya Lador-Fresher mit Museumsleiter Dr. Wolfgang Quatember

Foto: ZME

 

 

Am 12. April 2019 liest Alexandra Weiss im Zeitgeschichte Museum Ebensee aus "Johann Dohnal und die Frauenpolitik der Zweiten Republik".

Johanna Dohnal (1939–2010) war eine Ausnahmepolitikerin und Pionierin der Frauenpolitik in Österreich. Mit ihren in diesem Buch versammelten Beiträgen dokumentiert sie ihr Verständnis von Politik, insbesondere von Frauenpolitik, und lässt ihr Engagement als erste österreichische Frauenministerin Revue passieren. Johanna Dohnals Aufstieg zur SPÖ-Spitzenpolitikerin in den 1970er-Jahren fiel mit dem Aufbruch der Zweiten Frauenbewegung zusammen, ihr Politikverständnis ging über ein traditionell parteipolitisch geprägtes hinaus. Austausch und Kooperation sowohl mit den Aktivistinnen der Frauenbewegung als auch der entstehenden feministischen Wissenschaft brachten neue Ansätze politischen Denkens und Handelns hervor, die Johanna Dohnal mitinitiierte.

Die Herausgeberinnen:

Alexandra Weiss, geboren 1971 in Kitzbühel, ist Politikwissenschaftlerin, Lektorin und Koordinatorin im Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

Erika Thurner, geboren 1952 in Bregenz, ist Politikwissenschaftlerin und Historikerin, bis Dezember 2016 war sie Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck.

12. April 2019,  19:00 Uhr, Zeitgeschichte Museum Ebensee

 

 

Eine vielfältige Veranstaltungsreihe - darunter szenische Lesung, Matinee, Ortsrundgang, Vortrag und Podiumsgespräch - widmete sich in den vergangenen Tagen den Februarereignissen 1934. Dabei wurde auch der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die damaligen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen für die Gegenwart besitzen.

  Foto: C. Steglegger

(nachfolgende Fotos: ZME/Höllinger)
Podiumsdiskussion mit Natascha Strobl und Willi Mernyi, Moderation: Wiltrud Hackl

  

Vortrag: "Wir weichen nicht mehr zurück!", Wolfgang Quatember

 

Szenische Lesung mit Musik (Hannah Höllinger, Thomas Pilgerstorfer, Michaela Schausberger)  

      

 

Ortsrundgang mit Kathrin Quatember

Veranstaltungsreihe in Ebensee 2019

SA 9. Februar
Ortsrundgang „Auf den Spuren des Februar 1934 in Ebensee“
14 UHR • Vorplatz Zeitgeschichte Museum, Kirchengasse 5 • Kathrin Quatember

DI 12. Februar
• Der Februar 1934 in Text und Bild. Szenische Lesung mit Musik
Treffpunkt 17:45, Beginn 18:00 Uhr, Traunbrücke (linke Traunseite auf Höhe Soleweg 7)
Traunbrücke, Wirtsmüllergasse, Schulgasse • Lesung: Hannah Höllinger, Thomas Pilgerstorfer, Musik: LMS Ebensee

• Vortrag „Wir weichen nicht mehr zurück!“ - Februar 1934 in Ebensee
19:30 UHR • Arbeiterheim, Schulgasse 4 • Wolfgang Quatember

• Podiumsgespräch Februar 1934. Geschichte und Auftrag
ca. 20:00 Uhr, Arbeiterheim, Schulgasse 4 • Natascha Strobl, Willi Mernyi, Moderation: Kathrin Quatember

DO 14. Februar
Film „Waldheims Walzer“ • 20 UHR • Kino Ebensee, Schulgasse 6

februar 34_card A5_pdf      februar 34_plakat_pdf

 

 

Die 74. Internationale Befreiungsfeier 2019 findet am Samstag, 4. Mai 2019 statt.

Das Gedenkreferat hält die österreichische Schriftstellerin und Regisseurin Marlene Streeruwitz.

 

 

 

Robert B. Persinger wurde am 29. September 1923 in Wever (Iowa) geboren. Er diente während des Zweiten Weltkriegs in der 3rd Cavalry Reconnaissance Squadron der Vereinigten Staaten und befreite als Panzerkommandant im Mai 1945 das Konzentrationslager Ebensee. Zum 50. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers kam er erneut nach Ebensee und nahm an den Feierlichkeiten teil. In seiner Heimatstadt Rockford erzählte er zahlreichen Schülern und Studenten als Zeitzeuge von den Ereignissen zu Kriegsende. Am 19. November verstarb Robert Persinger im Alter von 95 Jahren.

Italo Tibaldi, ein italienischer Überlebender, berichtete 2002 über die Befreiung: Die alliierten Truppen waren nur wenige Kilometer vom Lager entfernt. Am nächsten Tag, dem 6. Mai 1945,am späten Nachmittag, betrat die 3rd Cavalry Reconnaissance Squadron der Vereinigten Staaten das Tordes Lagers: die Befreiung von Ebensee war vollendet. Der Panzer unter dem Befehl des Sergeant Bob Persinger kam am Appellplatz an und gleich danach noch einer unter dem Befehl des Sergeant Dick Pomante. Beide gehörten der „F“- Company unter dem Befehldes Captain Timothy Brennan an. Die amerikanischen Soldaten entdeckten mit Entsetzen das Grauen des Lagers. Wir waren 16.000 Gefangene, am Ende unserer Kräfte vor Hunger und schrecklicher Lebensbedingungen. Wir lebten im Dreck und im Gestank. Es wurden sofort Lebensmittel und Arzneimittel angefordert und Sanitätsmaßnahmen getroffen, um diese unbeschreibliche Situation zu ändern. Die Männer aus der 3rd Cav. Group der U.S.A. werden diesen Ort niemehr vergessen. Und jetzt erinnern wir uns an diese Soldaten, inzwischen Veteranen, die die unerwartete Aufgabe hatten, das Tor des Lagers zu öffnen und unsere Befreiung vorzunehmen. Eine unvermutete und ersehnte Befreiung, so innig erwartet, jedoch seelisch unvollkommen, denn das Lager kann man nicht vergessen."

 

Robert B. Persinger als junger Soldat und 1995 in Ebensee

Robert Persinger (links) mit Timothy Brennan und Dick Pomante am KZ Opferfriedhof in Ebensee (1995)
Fotos: ZME

 

 


Der gebürtige Bad Ischler Günter Kaindlstorfer las auf Einladung des Katholischen Bildungswerks am Mittwoch, 28. November 2018 im Zeitgeschichte Museum Ebensee aus seinem Romandebüt „Edelweiß“. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Michaela Schausberger (Gesang) und Christian Kapun (Klarinette) begleitet. Anschließend erfüllte der Autor die zahlreichen Signierwünsche.
Kaindlstorfer ist nicht nur ein gefragter Kulturjournalist für Film und Hörfunk, sondern auch Buchautor. Unter dem Pseudonym Günter Wels veröffentlichte er 2010 sein literarisches Debüt, den Erzählband „Maitage", nun folgte sein erster Roman.

Edelweiß (Roman) 
Fotos: ZME

 

 

 

Adelheid Chlingensperg, Kunstmalerin aus Altmünster und Mitglied der Künstlergilde Salzkammergut, wurde im April 1943 wegen "Vertraulichem Umgang mit Juden und staatsfeindlichen Äußerungen" von der Gestapo Linz verhaftet und erkennungsdienstlich erfasst. Am 29. März 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet.

Foto: OÖ. Landesarchiv