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 „Ein anständiger Deutscher reist nicht nach Österreich"

Das Salzkammergut und die „1000-Mark-Sperre“ 1933-1936

Am 29. Mai 1933 verhängte die deutsche Regierung das „Gesetz über die Beschränkung der Reisen nach der Republik Österreich“. Jeder deutsche Bürger, der ab 1. Juni 1933 beabsichtigte nach Österreich zu reisen, musste eine Gebühr von 1000 Reichsmark zahlen, die in die Reichskasse floss. Damit reagierte Hitler auf ein gegen die österreichischen Nazis gerichtetes Uniformverbot und eine Brüskierung des bayrischen Justizministers Hans Frank, dessen Einreise unerwünscht war. Die österreischichen Nationalsozialisten hatten auch im Salzkammergut schon seit den frühen 1930er Jahren Terroranschlägen verübt.

Mit 1000 RM (heute ca. € 4300) hätte ein deutscher Gast 50 Tage in einem österreichischen Hotel verbringen können. Wie sich diese Maßnahme auf den Salzkammerguttourismus auswirkte beschrieb Dr. Michael Kurz in seinem Vortrag am 17. Oktober im Zeitgeschichte Museum.

   

Dr. Michael Kurz (Foto: ZME)