Logo Zeitgeschichte Museum und KZ-Gedenkstätte Ebensee

Die BesucherInnen des Zeitgeschichte Museums erwartet ab Jänner 2016 ein in manchen Ausstellungsbereichen neues Erscheinungsbild. Die im März 2001 eröffnete Ausstellung hat die unsererseits gesteckten Erwartungen erfüllt. Bis dato haben etwa 90.000 Menschen, mehrheitlich SchülerInnen aus Oberösterreich im Rahmen des Unterrichts, die Ausstellung besucht. Sie wurde mehrfach in Fachpublikationen und Museumsführern herausragend erwähnt, zuletzt in dem Band von Dirk Rupnow/Hedemarie Uhl (Hrsg.) Zeitgeschichte ausstellen in Österreich. Museen - Gedenkstätten - Ausstellungen. Böhlau 2011.

Dauerausstellungen sollten jedoch nach 10-15 Jahren einer Aktualisierung unterzogen werden, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse und zusätzliche Sammlungsbestände präsentieren zu können. Erfahrungen haben gezeigt, dass bei BesucherInnen jedes Alters eine große Erwartung besteht, originale Objekte sehen zu können, Originale die benutzt wurden, per se eine Geschichte erzählen können und somit eine „Aura der Authentizität“ besitzen.

Neue Ausstellungsbereiche

  • „Arisierung“ („Schratt Villa“ – Löhner; Biografie Wilhelm Haenel, Beauftragter für „Arisierungen“)
  • „NS-Volksgemeindschaft“ („Ahnenpass“, Muttertag, „Ehrenkreuz für die deutsche Mutter“)
  • „NS-Mangelwirtschaft“ (Kleiderkarte, Haushaltsausweis, „Winterhilfswerk“, „Kohlenklau“ - Brettspiel
  • Widerstand (neue Bereichstexte und Biografien)
  • KZ Ebensee (Täterbiografien, Artefakte)


Primäres Ziel der Ausstellungserweiterung war es, nicht die Fehler zahlreicher historischer Museen zu wiederholen. Alle präsentierten Objekte werden in ihrem historischen Kontext beschrieben und wissenschaftlich kommentiert. Die fragilen Rauminstallationen und Virtrinen wurden von Architekt Bernhard Denkinger entworfen und baulich begleitet.


Alle Fotos: Zeitgeschichte Museum Ebensee